"Man muass de Tschriasche von de Grashoppers gratuliern"

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  • Interview mit ESV-Stürmer Wallenko nach der Liganiederlage des ESV im Derby gegen die Grashoppers
    ESV – Grasshoppers 07.04.2019



    Spielbericht

    Der heutige Spielbericht ist in Form eines Interviews zwischen dem ESV-Stammtischpost-Reporter Florian W. und dem ESV-Stürmer Wallenko abgefasst:


    Florian W: Herr Wallenko, 4:1 Niederlage gegen den Erzrivalen Grashoppers. Wie sehr schmerzt das?


    Wallenko: Jo siha tuat des weh. Valian tuat ma nie gern. Wos soll i sogn. Oba letzts Joah hommas mia im Frühjoah 4:1 fia uns entschaidn kennan, hiatzn hot holt nit greicht. Oba ans muass i ah sogn ge, Respekt on die Monnschoft, wo hot wirklih gekämpft bis zan Schluss und im Endeffekt muass ma de Tschriasche von de Grashoppers a gratuliern, de hom dos von Anfang bis Ende holbwegs siha obagspült. Kane groben Schnitza eineghaut und letztn Endes, des muass ma ealich sogn, hom se vadient gwunnan.


    Florian W: Wie sehr hat die angespannte Personalsituation beim ESV das Ergebnis beeinflusst? Mehrere Stammspieler sind ja ausgefallen. Yücel mit Fingerproblemen, Scheweder J mit Zerrung, Pötsch mit Fieber, Greinstätter nicht da, Hardwicke hat auch gefehlt?


    Wallenko: Sihalih woa des a große Herausfordarung fia uns. Oba wia ma siegt, homma des ah in Griff kregt. Da Seiberl is jo glernta Innenvateidiga, der hot dos zsomm mitm Fabus ibanummen. Und dem Čuli Egermann sei ongestommte Position is jo ah da rechte Vateidiga. Insofern woama do nit so schlecht aufgstöllt. Und do muass ma ah sogn, de zwa hom des gonz guat obagspült.
    Ah vurne da Niki hot sich eineghaut, frage nicht. Und wonn der am Schluss noch den Follrückziaga ins Kreizeck eingehaut hätt, donn warad ma sowieso Siega gwesn. Allan wengan Prestige, doss so a Toa schiaßt. Oba leida woa da deppate (tschuldige doss i dos so drastisch sog) Vateidiga im Weg und hot den obgeblockt.


    Florian W: Das wird eh nicht abgedruckt. Keine Sorge. Noch einmal zum Spiel: Wie war die taktische Ausrichtung? Als Vorletzter gegen den ersten spielen ist ja eine riesengroße Herausforderung.


    Wallenko: Do homma uns ibahaupt kane Illusionen gmocht, doss mia do wern dos Spül mochn kennan. Es hot ghaßn, mia fohama denen in die Fiaß und schiaßn die Wucht lause. De solln vazweifln. Und wonn denkst, mia homma jo ob da Mittellinie attackiert und gschaut, doss ma den defensivn Mittlföldspüla von senen goa nit ins Spül kummen lossn. Und des homma ah gonz guat gschofft. Da Spülmocha von denen, da Mothe, ah a Kärntna, der hot kaum a Zeit ghobt, doss a sich was ibalegn konn. Den homma glei guat ausnehman kennan. Und wia ma gsehgn hot. De hom ka Zeit ghobt sich den Boll onzumdanehman. Ge. De hom miassn olls direkt spüln und donn homs vasuacht tiafe Bälle hoch und floch zan spüln, oba dos homma olles obgeblockt oda es woa Obstoß.


    Florian W: Das erste Tor passierte schon nach wenigen Minuten. Hat die typische Anfangsschlafphase des ESV wieder zugeschlagen?


    Wallenko: Red ma nit dariba bittschen. Dos tuat uns ollen so weh im Herzen, wos glabst. Oba wonnst des Toa wegzöhlst. Weil wonnst a neiche Obwehr host, donn brauchst holt a poor Minutn, doss di quasi akklimatisierst, also wonnst dos wegzöhlst, donn woa die easte Holbzeit richtig stoak. De hom niama gwusst, wia sie tuan solln.


    Florian W: Sie haben dann ja auch den Ausgleich erzielt…


    Wallenko: Jo darauf bin i eh a bissale stolz. Supa Flanke vom BaumiM und da Goale hot gedocht, er werd den Boll auf da Sechzenalinie aufklaubm und is nit weita entgegenkummen und donn woa i holt schnölla am Boll…


    Florian W: Waren Sie beim Schuss auf leere Tor nervös?


    Wallenko: Jo bist deppat, wonn i des nit getroffn hätt. Oba fia wos trainia ma denn. Ebn, genau fia so wos.


    Florian W: Wie kam es, dass der ESV in zweiten Halbzeit dann letzten Endes doch noch hoch verloren hat?


    Wallenko: Mah des is holt die olte leidige Gschicht mit da Kondition. A bissl is uns am Schluss donn holt wieda die Kroft ausgongen. Donn hot sich ah noch da nächste Tschriasche den Finga valetzt (Egermann hatte einen Sehnenriss im Finger, Anm. d. Red.) und da olte Steger hot donn noch den Seiberl in da Innenvateidigung erstetzt. Wobei do muass i ah sogn, da Hecl und da Stegsi hom a brutal guate Partie noch obagspült. Und letztn Endes mauss ma ah akzeptian, doss de Grashoppas aus de via Chancn, wos se ghobt hom, via Tore gmocht hoben.


    Florian W: Vielen Dank für das Interview und noch viel Erfolg in der Meisterschaft.


    Wallenko: Jo donk da schen, bist a guata he. Und tuast vielleicht bitte dos wos i gsogt hob auf dajč ibasetzn, damit de Wiena wissn, worum doss es geht.

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