Aller guten Dinge sind 11 - ESV gewinnt erstmals im Jahr 2022

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  • ESV Ottakring - SV Vorwärts Wien 2016 2:0 (2:0)
    Wer war dein Spieler des Spiels? 15
    1.  
      14 Baumgartner T. (5) 33%
    2.  
      10 Tiroch (4) 27%
    3.  
      01 Sattler (4) 27%
    4.  
      11 Wienerroither (2) 13%
    5.  
      05 Wallenko P. (2) 13%
    6.  
      04 Mair (2) 13%
    7.  
      15 Rabmer (1) 7%
    8.  
      08 Scheweder (1) 7%
    9.  
      07 Linhart (1) 7%
    10.  
      06 Eugster (1) 7%
    11.  
      16 Hasanovic (eingewechselt) (0) 0%
    12.  
      12 Adam (eingewechselt) (0) 0%
    13.  
      03 Raffelsberger (0) 0%
    14.  
      09 Peck (eingewechselt) (0) 0%
    An einem warmen Sonntagnachmittag begrüßt der 2022 noch sieglose ESV Ottakring den SV Vorwärts Wien 2016, dessen letzter Sieg mittlerweile auch über zwei Monate her ist. Die Donaustädter hatten vor kurzem 13:0 gegen die Vienna verloren, während sich der ESV dank Widtmanns Heldentat zu einem wackeren 13:1 kämpfte. Die Favoritenrolle ist also eindeutig an die in feinstem Weiß antretenden Ottakringer vergeben. Angespornt von Edelfan Emilia schickt Coach Wallenko folgende Elf im 4-4-2 auf den Rasen: Im Tor wie gewohnt Tomek Wallenko F. Welz ReiterBecirevic Sattler*, davor Mair, Rabmer, Eugster und Linhart, im Mittelfeld Rückkehrer Schweder J., Captain Baumgartner T., Wallenko P. sowie Raffelsberger, an vorderster Front sollen Tiroch sowie der vom Vorabend leicht angeschlagene Wienerroither für Unruhe sorgen. Diese Traumelf wird durch eine gut gefüllte Ersatzbank ergänzt: Hasanovic, Peck sowie Adam (Rückkehrer II) bieten allerlei taktische Optionen.

    *laut unseren Exklusivrecherchen soll der ESV vor der Verpflichtung von mind. einem gelernten Torwart stehen, damit dieses Goaliekarussel mal ein Ende hat. Der Verein war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts nicht bereit, eine Stellungnahme zu diesem Thema abzugeben. Er wurde allerdings auch nicht gefragt.

    In der Kabinenpredigt stand für Coach Wallenko vor allem die adäquate Begrüßung der Gegenspieler im Mittelpunkt, die bekannte Anfangsschläfrigkeit des ESV sollte durch ein schnelles „auf die Schuach hauen“ ersetzt werden. LV Mair nimmt sich dieses Mantra besonders zu Herzen, und testet schon nach wenigen Minuten an der Eckfahne die Knochendichte eines Vorwärts-Angreifers. Der Schlag hallt zwar bis zum Helfortplatz vor, allerdings gehen die Einschätzung von Mair („I hab schon gedacht, hoffentlich krieg ich nur die gelbe Karte“) und von Schiedsrichter Bittner erstaunlich weit auseinander, Mair darf ohne Verwarnung weiterspielen. Darüber ist widerum ein routinierter Verteidiger von Vorwärts verärgert: „Jede Woche der selbe Dreck. I bin sechsunddreißig Jahre alt, was mach ich überhaupt noch da?“. Es kommt dann aber doch zu keinem spontanen Karriereende, und der resultierende Freistoß geht an Freund und Feind vorbei ins Torout.

    Überhaupt sind Standardsituationen in der ersten Halbzeit die einzige Möglichkeit, wie sich der SV Vorwärts dem Tor der Ottakringer annähert, der ESV nimmt nämlich vom Anpfiff an das Spiel in die Hand. Schon nach 6 Minuten kommt Baumgartner T beim Mittelkreis an den Ball und marschiert nach vorne. Dort geht Tiroch in die Tiefe, ein Innenverteidiger läuft mit ihm mit. Dann startet Wienerroither einen Laufweg, auch mit ihm läuft ein Innenverteidiger mit. Die Passoptionen sind also zu, das bedeutet aber auch dass kein Innenverteidiger mehr vor dem Tor steht – Baumgartner T sieht das, läuft einfach gerade auf Goalie Kraml zu, und schiebt eiskalt zum 1:0 für den ESV ein. Mit der ungewohnten Führung im Rücken dominieren die Ottakringer die Partie, und nach einer kurzen Trinkpause kann weiter am Ergebnis geschraubt werden: Über die linke Seite kombinieren sich Schweder, Wienerroither und Tiroch elegant und blitzschnell durch die Donaustädter Abwehr, bis Tiroch schließlich frei zum Abschluss und gleich darauf zum Torjubel kommt – 2:0 für den ESV, nach 30 Minuten auch völlig verdient. Bis zur Halbzeit plätschert die Partie dann vor sich hin, die Ottakringer kontrollieren Ball und Gegner, die beste Chance aufs 3:0 vergibt Tiroch per Kopf nach Flanke von Raffelsberger.

    In der Halbzeit gibt’s noch keine Wechsel, dafür aber die eindeutige Aufforderung, weiter hoch zu stehen und noch ein paar Tore zu schießen. Spoiler dazu: Nein. Der SV Vorwärts startet besser in die zweite Hälfte und kommt einige Male knapp ans Ottakringer Tor heran, nur der letzte Pass endet stets am Fuß von Eugster, Rabmer oder in den Armen von Sattler. Nach ca. zehn Minuten ist der Angriffselan dann auch schon wieder abgeebbt. Coach Wallenko bringt neue Kräfte ins Spiel, zunächst kommt Hasanovic für Dauerläufer Raffelsberger, dann endet das erfreuliche Comeback von Scheweder J., für ihn darf Peck am linken Flügel wirbeln. Bis zur zweiten Trinkpause und auch darüber hinaus sind die Ottakringer mehrfach gefährlich am Vorwärts-Strafraum, sämtliche Chancen werden aber in den Wind geschlagen. Doch auch die Gäste aus der Donaustadt bringen offensiv nicht viel zu Stande, den einzigen Schuss aufs Tor kann Sattler aus dem langen Eck abklatschen lassen, Mair klärt die brenzlige Situation unter Opferung seines Mittelfußknochens. Nach der Trinkpause verlässt Eugster das Spielfeld um sich für den BESV vorzubereiten und wird durch Rückkehrer Adam ersetzt. Die Partie geht dann ohne große Aufreger zu Ende, einzig manch dubioser Abseitspfiff lässt auf beiden Seiten einiges an Verwirrung entstehen.

    Fazit: in der ersten Hälfte dominieren die Ottakringer die Partie, in der zweiten Hälfte werden viele Aktionen zu schlampig fertiggespielt. Dennoch ein verdienter Sieg gegen einen Gegner dessen Harmlosigkeit zur Frage einlädt, wie zum Geier die wohl schon 27 Punkte erspielt haben. Endlich der erste Pflichtspielsieg im Jahr 2022, hat eh nur elf Spiele gebraucht.

    Fazit II: Herzliche Gratulation an Torschütze Thomas Baumgartner zum lt. ÖFB - System 300. Spiel!

    ESV Ottakring – SV Vorwärts Wien 2:0 (2:0)
    Torschützen: Baumgartner (6.), Tiroch (33.)

    Aufstellung: Sattler - Linhart, Eugster (75. Adam), Rabmer, Mair – Wallenko P., Baumgartner – Raffelsberger (51. Hasanovic), Scheweder (66. Peck) – Wienerroither, Tiroch

    Gelb: Wallenko P. (Foul)

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