Rote Laterne abgegeben - ESV gelingt Befreiungsschlag

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  • ESV Ottakring - WBC-Freiheit 3:1 (1:1)
    Runde 10 der Saison 2021/22. ESV Ottakring gegen die Transdanubier von WBC-Freiheit. Nach den überraschenden Siegen des SC Kopten und der Austria XVII kehrte schnell nach der bisher besten Saisonleistung gegen die Vienna 1b (1:5) Ernüchterung ein. Der ESV war zum ersten Mal seit der 11. Runde 2018/19 am Tabellenende der 1. Klasse B aufzufinden. Wie auch damals konnte man sich mit einem defensiv starken Auftritt gegen einen Mittelständer aus dem Tief befreien. Der ESV setzte auf die defensiv solidere 5er Kette. Tomek meldete sich nach seinem Kurzurlaub in Madrid zurück. Vor ihm bildeten Ditachmair, Rückkehrer Adam, Reiter, Littek und erstmals der beste Außenverteidiger der 1. Klasse in Kärnten Wallenko P. den Abwehrriegel. Vor der 5er Kette tüftelte Coach Wallenko F. eine 4er Kette bestehend aus Scheweder J., Kapitän Baumgartner T., Sonnleitner und Wienerroither aus. Im Angriff sollte Tiroch für Tore sorgen. Auf der Bank nahmen zu Beginn Linhart, Hemming und Liedl platz.

    Ditachmair gleich zu Beginn verletzt
    Gleich zu Beginn musste der ESV einen ersten Schock verkraften. Im Versuch einem harten Zweikampf aus dem Weg zu gehen verletzte sich Ditachmair am Knie und musste durch Linhart ersetzt werden. Wallenko P. wechselte von der rechten auf die linke Abwehrseite. Glück im Unglück: Ditachmair blieb eine längere Verletzungspause erspart, nach einer Woche Pause wird er wieder einsatzfähig sein.

    Guter Start - kalte Dusche
    Der ESV begann druckvoll ohne dabei konkret vor dem Tor zu werden. WBC hatte zu Beginn Probleme ins Spiel zu finden, der ESV war spielbestimmend. Einzig nach Abstimmungsproblemen in der 3er Innenverteidigung konnte sich WBC etwas in der gegnerischen Hälfte festsetzen. Im Grunde hatte der ESV das Spiel im Griff. In Minute 16 wurde alles anders. Nach einem Eckball der Gastgeber ging es schnell. Scheweder J. verlor den Zweikampf am 16er, Baumgartner T. ein weiteres Duell. Nedeljkovic konnte den Ball schnell nach rechts außen weiterverarbeiten, von dort bekam er den Ball wieder retour, welchen er direkt zum 0:1 verwertete. Wieder mal wurde der ESV für die vorne fehlende Konsequenz postwendend bestraft. Nach dem 0:1 war man nicht mehr in der Lage den Ball länger in den eigenen Reihen zirkulieren zu lassen, viele lange Bälle waren das Resultat davon. Der ESV schien nicht gut im Spiel, Reiter holte sich die gelbe Karte als ihm keine Möglichkeit mehr blieb nach einem verlorenen Zweikampf Stürmer Metzger mit einem schulmäßigen Rugby-Tackle abzuräumen. WBC-Freiheit wurde vor der Pause noch einmal gefährlich mit einem praktischen Spiegelbild des 0:1 Nedeljkovic verzog dieses Mal aber nur knapp. Es sollte die letzte Chance der Gäste im Spiel bleiben.

    Wienerroither gleicht aus
    Der ESV ließ sich nicht unterkriegen und begann zu kämpfen. Tiroch luchste dem 6er der Gäste den Ball ab, spielte schnell weiter auf Baumgartner T., welcher Wienerroither perfekt in Szene setzte. Dieser schloss trocken mit seinem starken Linken ab - 1:1 (38.). Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause.

    Blitzstart
    Der ESV nahm den Schwung nach dem Ausgleichstreffer mit in die zweite Halbzeit. Über Linhart und Wallenko P. konnte man auf den Außen nun mehr Druck erzeugen und wurde schnell belohnt. Nach einem Foul im Mittelfeld trat die gleiche Kombination wie schon beim 1:1 wieder in Erscheinung. Baumgartner trat den Freistoß hoch in Richtung 16er auf Tiroch, welcher mustergültig auf Wienerroither scherzelte, dieser blieb wieder cool und sorgte für die umjubelte Führung. Mit der Sonne und der Führung im Rücken ging vieles nun leichter, der ESV hatte das Spiel wieder im Griff.

    Abwehrbollwerk
    In der Pause konnte man die Kinderkrankheiten der neu formierten 5er Kette auskurieren, man war besser aufeinander eingestellt, der Großteil der Angriffe wurde im Keim erstickt. Ein Sonderlob der Redaktion muss an dieser Stelle an Wallenko P. ausgesprochen werden, welcher sich mit dieser Leistung zu seinem Leidwesen für zukünftige Auftritte in der Offensivabteilung verabschieden muss. Defensiv zweikampfstark, offensiv präsent und mit hohem Laufpensum zeigte sich der beste Außenverteidiger der 1. Klasse in Kärnten an diesem Sonntag. Der im letzten Aufeinandertreffen brillierende Megrelischwili wurde komplett abmontiert und musste nach einem enttäuschenden Auftritt nach 65 Minuten ausgewechselt werden. Gleiches galt für Tiroch und Scheweder J., die für Liedl und Hemming Platz machten. Nachdem Hemming (Aufgrund seines Faibles für Gedichte auch Hemmingway genannt) in der kommenden Woche das Weite sucht und in Berlin seine Zelte aufschlagen wird, war dies auch das vorerst letzte Spiel in dessen ESV Karriere.
    WBC wurde immer offener, was den Ottakringern einige Kontermöglichkeiten gab. Minute 86: Wienerroither setzt sich auf rechts durch, legt quer, Hemming schließt ab - 3:1, ein Abschied wie aus Hollywood. WBC war endgültig gebrochen, mit großem Abschiedsapplaus aus dem gut gefüllten Fansektor wurde Wienerroither durch Wiegand ersetzt. Am Ergebnis änderte sich nichts mehr. Der ESV gewinnt endlich auch zu Hause und gibt die rote Laterne an Süßenbrunn ab, die bei der Vienna mit 0:11 unter die Räder kamen.

    Stimme:
    Michael Tiroch: “Ich musste uns bei den Fans entschuldigen, da wir keine Welle nach dem Sieg gemacht haben. Ich sagte ihnen, dass wir noch nicht so ans Gewinnen gewöhnt sind.”

    Aufstellung ESV:
    Tomek - Wallenko P., Littek, Reiter, Adam, Ditachmair (7. Linhart) - Wienerroither (90+1. Wiegand), Sonnleitner, Baumgartner T. (C), Scheweder J. (65. Hemming) - Tiroch (65. Liedl)
    Tore: Wienerroither (38., 49.), Hemming (86.)
    gelb: Reiter

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