„Czynski“ geht bei zweitem Sieg in Folge in die (B)ESV-Geschichte ein

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  • BESV Ottakring - WBC-Freiheit Reserve 4:2 (2:1)
    In Runde zehn der laufenden 1. Klasse B Reserve-Meisterschaft feiert der BESV den zweiten Sieg in Folge. Angeführt von Altmeister Michael „Stegsi“ Steger und lautstarker Unterstützung vom neuen Fanklub des ESV Ottakring, der noch unbenannt ist, fuhr unsere Zweitvertretung einen letztendlich ungefährdeten 4:2-Heimerfolg gegen die Revue von WBC-Freiheit ein.

    Zur Aufstellung…
    Formationstechnisch griff der Vorarlberger-Coach Eugster in die Trickkiste und bot sich selbst im Tor auf. Dieser Schachzug sollte sich später als genial darstellen, schaffte er es letzten Endes in das Team der Runde. Vor ihm versuchten Sattler, Steger, „Dave“ Welz und Wiegand so selten wie möglich den Fliegenfänger in ihm zum Vorschein zu bringen. Die Doppelsechs gestaltete sich aus KM-Einsergoalie Tomek zusammen mit Görgl. Die Flügelzange bildeten Raffelsberger sowie dem „Mühlbacher Waldjungen“. Hemming, der sich bereits in der Kampfmannschaft mit einem Tor in Richtung Berlin verabschiedete, sollte als Zehner die Fäden ziehen. An vorderster Front stürmte Liedl.

    Rein ins Spiel…
    Der BESV versuchte im Heimspiel sofort das Kommando zu übernehmen. Leider blieb dies aber nur beim Versuch. Bereits in Minute vier knallte WBC‘s Patrick Metzger den Ball in das linke Kreuzeck, wie man es sonst nicht mal in der Champions League sieht. Dass dieser Ball unter die Kategorie „abgerissen“ fällt, bewies die Nummer 77 des Gegners damit, dass er bis zu seiner Auswechslung, unsichtbar blieb. An der guten Stimmung bei den vorwiegend weiblichen Zusehern, sowie der Spielidee des BESV änderte dieser Tausend-Gulden-Schuss aber nichts. Es folgte ein klassischer Reserve-Kick für den ein jeder das Mittagessen beim „Runden“ der Oma sausen lassen muss. Gegen Ende von Halbzeit eins wurden die Ottakringer dann für ihre mehr oder weniger große Dominanz belohnt. Der Mann aus dem Walde Mühlbach(er) drehte binnen neun Minuten die Partie zugunsten der Heimelf. Sowohl in Minute 35 als auch 44 zeigte der Neuzugang seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und brachte die Fans fast schon in Ekstase, die aber eher am Spritzerkonsum, als an den Treffern lag. Mit einem 2:1 im Rücken gingen der BESV in die Pause.

    Halbzeit Zwei…
    Mit zwei Veränderungen kam man zurück auf den Platz. Mair ersetzte Raffelsberger im rechten Mittelfeld, KM-Trainer Wallenko kam für Stürmer Liedl. Die ersten zehn Minuten plätscherten so dahin, bis das künstliche Grün der Steinbruchstraße die edlen Füße vom Mann des Tages spüren durfte. Johannes Jeryczynski kam für „Il Capitano Stegsi“ auf den Platz und platzierte sich dort wo ein Typ seiner Klasse hingehört: Ganz nach vorne. Wallenko rückte stattessen zurück in die Innenverteidigung neben den Legionär „Dave“. Dass zwischen Kärnten und Südafrika doch 13.000km liegen bewies die neu formierte Abwehrzentrale, als just zwei Minuten später der 2:2-Ausgleich durch eine fast ebenso große Lücke entstand. Wieder unbeirrt spielte der BESV sein Spiel weiter und zeigte, dass sichtlich in ganz Penzing die Rapid-Viertelstunde gilt: „Der aus dem Walde“ schnürte den Dreierpack, der ihm ebenfalls einen Platz im Team der Runde bescherte. Damit Schiedsrichter Sonnleitner auch im Spielbericht Beachtung erhält, zeigte er sein Adlerauge, als er das vierte Tor des Mannes vom Hochkönig aufgrund einer Abseitsposition aberkannte. Der sonst unauffällige und kaum hörbar pfeifende Schiri zeigte dabei, dass er eine ähnlich erfolgreiche Karriere wie Manuel Schüttengruber und Co einschlagen könnte. Auch der VAR schaltete sich mit der ominösen kalibrierten Linie, doch überraschend, nicht ein. Dies brachte dem Unparteiischen „wir wissen wo dein Auto steht“-Sprechchöre ein, der mit seiner Entscheidung alleine blieb.

    Johannes der Täu…Torschütze
    Die Minute 85 des 07.10.2021: Sie wird wohl in die Geschichte des ESV eingehen, als der Sager des Monats Oktober-Mann „Czynski“ den Schlusspunkt setzte. Ein Tor, das die 42 Jahre alten Chroniken aufpoliert. Ein Tor, das konkurrenzlos zum „Tor der Historie“ wird. Ein Tor, das Tirochs 1:5 bei der Vienna vergessen macht.
    Goldjunge Jeryczynski nahm sich den Ball rund 20 Meter vor dem Tor mit der Außenseite nahe der Ferse an, stellte seinen adonisgleichen Körper zwischen Gegner und „Boll“, spielte mit der linken Stange einen Doppelpass zum mit der Zunge schnalzen und schob daraufhin direkt mithilfe des rechten Pendants in das WBC-Tor ein – Torhüter Berger chancenlos. Danach passierte Unmenschliches: Während eines noch nie so schnellen Sprints des Torschützen riss er sich das Trikot hoch und zeigte der Ersatzbank seine Gössermuskeln. Selbst der Schiedsrichter schien von der Sprintgeschwindigkeit Czynskis so gefasst zu sein, dass er vergaß aufgrund von „übertriebenem Torjubel“ die gelbe Karte in Form der FitInn-Card zu zücken.
    Die letzten fünf Minuten blieben auch vom rasenden Reporter unbeachtet – der Pressebereich lag sich gemeinsam mit dem Fanblock immer noch in den Armen.
    Nach Schlusspfiff feierte die Mannschaft noch mit den Zusehern, ein Bild, welches der Neo-Fanklub sich auch nach dem KM-Spiel am Wochenende gegen Vorwärts Wien erwartet.

    Aufstellung: 1 Eugster - 3 Sattler, 5, Steger (C), 4 „Dave“ Welz, 6 Wiegand - 2 Tomek, 8 Görgl - 9 „Silvan“ Mühlbacher, 11 Hemming, 12 Raffelsberger - 7 Liedl

    Bank: 13 Wallenko, 14, Jeryczynski, 15 Mair

    Tore: „Silvan“ Mühlbacher (35.,44.,75.), Jeryczynski (85.)

    Bild: Spox.com

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