ESV holt ersten Sieg

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  • Coach Wallenko darf vorerst im Amt bleiben. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein.
    Nach dem durchwachsenden Saisonstart der Ottakringer bewiesTrainerfuchs Florian Wallenko seine Raffinesse. Gestärkt mit neuerTaktik im Spielaufbau sowie einigen Positionswechseln ging der ESVbeschwingt ins Spiel und zeigt von Beginn an, wer der Chef am Platzist. Der Gegner konnte sofort unter Druck gesetzt werden und schon inden ersten Minuten konnten die ersten Chancen herausgespielt werden.Die Gastgeber konnten sich aufgrund des hohen Pressings derOttakringer zu Beginn nur mit langen Bällen nach vorne wehren. Wieaus dem Nichts heraus und völlig entgegen des Spielverlaufs geschahplötzlich das Undenkbare: ein langer Ball aus der Not heraus nachvorne, ein verlorener Zweikampf und FarhanAl Romman vollendetzum 1:0 für die Gastgeber (15). Der ESV ließ sich dadurch jedochnicht beirren, blieb cool und spielte weiter mutig nach vorne. Sodauerte es nicht lange bis zum 1:1 durch Julian Scheweder in Minute17. Das Tor verlieh dem ESV viel Kraft und es sollten die stärkstenMinuten des ESV in dieser Saison folgen. Man spielte hinten sicherheraus, man kombinierte, man dribbelte und man jubelte über Tore.Das 2:1 wurde nach sehenswerter und technisch sehr feiner Vorlagedurch P. Wallenko vom doppelten Scheweder in der 25. Spielminuteerzielt. Es folgten das 3:1 durch Michael Tiroch per Elfer (31) undPaul Wienerroither erhöhte kurz vor der Pause noch zum 4:1 (43).Einziger Wermutstropfen in Hälfte eins: der stark aufspielendeNeo-Verteidiger Bernhard Mühlbacher musste kurz vor der Pauseangeschlagen ausgewechselt werden, er wurde durch Tristan Mairersetzt.
    In der Pause zeigte man sich sichtlich erfreut ob desSpielstandes, aber auch aufgrund des Spielverlaufs. Möglicherweisewurden die motivierenden Worte von Mittelfeldmotor Daniel Wurm abermissverstanden: „Burschen schauts her (zeigtauf die Getränkeflaschen in deren Halterung und zählt diese):1,2,3,4,5,6,7,8- so viele Tore willich heute sehen!“
    Wurde klar genug kommuniziert auf welcherSeite die Tore passieren sollten?
    Die zweite Hälfte brachtedemnach eine radikale und unerwartete Änderung des ganzenSpielverlaufs. Der SKV Syrien Union Wien kam aggressiver und stärkeraus der Pause zurück, stand defensiv wesentlich besser und gewannmehr Zweikämpfe. Dem ESV, sichtlich überrascht, gelang es nichtmehr, in Ruhe nach vorne zu spielen. Das Spiel wurde hektisch war vonlangen Bällen auf beiden Seiten geprägt. So kam es, wie es kommenmusste: Torhüter Tomek kommt nach einer grundsätzlich bärenstarkenLeistung bei einer Aktion einen Tick zu spät und erwischt dengegnerischen Stürmer- es gibt Elfmeter gegen den ESV, der verwandeltwird, 4:2 in Minute 51 durch Sultan Welday. Immerhin konnte dadurchder wenig erfolgreiche Trend von einem Elfmeter pro Spiel für denGegner fortgesetzt werden. Der ESV war plötzlich wie gelähmt undLichtjahre von der Leistung in Hälfte eins entfernt. Nach vornegelangen nur mehr vereinzelt kleine Nadelstiche, richtige Torchancenwurden Mangelware. Der SKV Syrien Union Wien machte mehr Druck underzielte verdient den Anschlusstreffer zum 4:3 durch Omar Altoufik(63). Der Wille den ersten Saisonsieg einzufahren war aberschlussendlich doch groß genug, um das Ergebnis bis zur 90. Minuteheimzuspielen.
    Welche Lehren zieht der ESV schlussendlich ausdem Spiel?
    Die ersten drei Punkte sind natürlich entsprechendzu feiern, auch Coach Wallenko scheint nach dem Erfolg bestätigt zusein. Die beinahe fahrlässig vergebenen Chancen in Hälfte einsmüssen natürlich besser verwertet werden, insgesamt macht diestarke mannschaftliche Leistung der ersten Halbzeit aber Mut für diekommenden Spiele.

    SKV Syrien Union Wien - ESV Ottakring
    Wiener Fußballverband, 1. Klasse B, 7. Runde


    SKV Syrien Union Wien: Fayaz Al Hamad (K), Sultan Welday, Abdulrhman Alobid, Zakaria Alhamad al Frih, Abulaziz Awel, Eissa Ali Wajih, Farhan Al Romman, Omar Altoufik, Omar Ali Alkhwit, Krm Alabedaldrebi, Mostafa Wais

    Ersatzspieler: Thaer Alahmad Alhousain, Farhan Ali Kwit, Kasem Alkasem, Issam Alhendi

    Trainer: Farhan Ali Kwit

    ESV Ottakring: Valentin Tomek, Christian Eberle, Yannick Littek, Bernhard Mühlbacher, Philipp Wallenko, Daniel Wurm, Leonhard Ditachmair, Julian Scheweder, Michael Tiroch, Paul Wienerroither, Thomas Baumgartner (K)

    Ersatzspieler: Florian Wallenko, Tristan Mair, Sebastian Wiegand

    Trainer: Florian Wallenko

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