Gebrochenes Herz, gebrochene Arme

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  • Nach starker Leistung musste der ESV eine 2:1 Auftaktniederlage einstecken.
    Nach Monaten der Vorbereitung in den Beinen und Kampfeslust im Herzen juckte es dem ESV unter den Zehennägeln. Jeder Spieler war heiß auf den Meisterschaftsauftakt, der in der Franz Hölbl Arena am sanften Abhang des Wiener Berges stattfand. Der Gegener hieß Eurasya und war bereits amtsbekannt.
    Umso mehr sollte ein Sieg her, der die ESV Moral in unermessliche Höhen und den Gegner in schwere Depressionen bringen sollte.

    Die Voraussetzungen dafür waren gemischt. Positiv war jedenfalls, dass das erste mal seit langer Zeit die Reserve und die Kampfmannschaft mit jeweils elf unterschiedlichen Startspielern antreten konnte und die obligatorische Strafe wegen Nichtantretens unterbleiben konnte.
    Da aber Coach Wallenko in der Reserve die vollen 90 Minuten spielen musste, die der Routinier hervorragend absolvierte, konnte er der Kampfmannschaft nur kurz vor Spielbeginn die notwendigen Anweisungen mitgeben. Die waren aber gar nicht notwendig, da Kapitän Markus Baumgartner ganze Arbeit geleistet hatte und die Mannschaft hervorragend instruiert hatte.

    Das Motto war volles Pressing gleich zu Beginn und nachdem der ESV Ankick hatte, sollte ein gefinkelter Angriffsplan durchgeführt werden. Der Kapitän sollte den Ball nach dem Ankick gleich lang abschlagen, wo die nach vor gesprinteten Stürmer Liedl und Mühlbacher das Kopfballduell gegen die Verteidiger gewinnen sollten, den Ball zum rechten Mittelfeldspieler Linhart weiterleiten sollten und so nach dessen Flanke auf den linken Mittelfeldspieler Philipp Wallenko gleich in der ersten Aktion ein Tor erzielt werden sollte. Der Plan war gut, allein es fehlte die Umsetzung, da gleich der erste lange Ball weit ins Aus segelte.

    Der ESV ließ sich von diesem kleinen Missgeschick nicht unterkriegen und konnte gleich das Spiel an sich reißen. Angefangen von den Innenverteidigern Eugster und Eberle über die Außenspieler Rabmer und Adam und Mittelfeldmotor Thomas Baumgartner konnte der Ball lang in den eigenen Reihen gehalten werden. Hin und wieder konnte sich die Mannschaft auch in die Nähe des gegnerischen Tores vorkämpfen, jedoch nicht gefährlich werden.

    Noch ungefährlicher war der Gegner, der kaum nennenswerte Aktionen vorfand. Der starke Beginn wurde jedoch jäh getrübt, als Eurasyas Sahin nach einem Eckball sehenswert volley von der Strafraumgrenze ins Kreuzeck schoss. Der Gegner war also doch gefährlicher.
    Der ESV zeigte Moral und spielte weiter stark und dominierte das Spiel, ohne jedoch die engen Abwehrlinien der Eurasya durchbrechen zu können.
    So ging es mit Rückstand in die Pause, in der Coach Wallenko der Mannschaft versicherte, dass man noch gewinnen würde, schließlich wäre ja der ESV viel stärker.
    Die zweite Halbzeit setzte fort, wie die erste geendet hatte, mit einem starken ESV und einem ungefährlichen Gegner.

    Wirklich gefährlich wurde es dann aber wieder für den ESV, als aus dem Nichts die Eurasya einen Elfmeter zugesprochen bekam, den Özyer eiskalt verwandelte. Nichts zu halten für den sonst stark spielenden Einser-Goalie Tomek.
    Coach Wallenko reagierte und brachte zwei frische Kräfte für die Offensive. Wienerroither und Hinds kamen für Mühlbacher und Linhart und der ESV konnte seinen Druck auf die Abwehr erhöhen.
    So war es auch kein Zufall, als nach schöner Kombination von Hinds und Wallenko durch Wienerroither der Anschlusstreffer erzielt wurde.
    Ab da war noch eine viertel Stunde zu spielen und Coach Wallenko war sich sicher dieses Spiel noch zu gewinnen. Dann kam eine Schocksekunde, denn Adam fiel nach einem brutalen Check in Richtung Bande sehr unglücklich und musste mit gebrochenen Herzen und Speichen das Spielfeld verlassen. Für ihn kam Florian Wallenko.
    In den letzten Minuten konnte der ESV keine ausreichenden Aktionen mehr setzen und so verlor der starke ESV unglücklich gegen die Eurasya.

    Fazit: Die Torjäger müssen mehr Zielwasser trinken und der ESV darf keine Elfmeter mehr zulassen, dann wird das nächste Spiel ein Gewinn. Die Meisterschaftsdebütanten Wallenko, Eberle, Liedl und Mühlbacher zeigten durch die Bank gute Leistungen, was für die Zukunft hoffen lässt.

    FW

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