Wieder ein später Sieg, wieder 3:2!

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  • SKV Syrien Union Wien - ESV Ottakring 2:3 (1:0)
    Nach dem Last-Minute Sieg gegen RB Jedlesee in der Vorwoche trat der ESV 50m Luftlinie vom heimischen Slovan-Platz beim Aufsteiger SKV Syrien Union Wien am Helfort-Platz an. Tiroch meldete sich wieder zurück und ersetzte den angeschlagenen Schmucker. Littek kam zu seinem Start-XI Debüt in dieser Saison, er ersetzte den ebenfalls angeschlagenen Kain. Linhart bekam diese Woche den Vorzug gegenüber Rabmer. Zurück im Kader war neo-Hundebesitzer Reiter.

    Angespornt von gut 10 Zaunquerulanten aus Ottakring, die den weiten Weg ans andere Ende der Station Kendlerstraße machten, startete der ESV mit Elan in die Partie. In der ersten Viertelstunde konnte man sich ein kleines Chancenplus erarbeiten, Tiroch hatte bereits zwei gute Ansätze für eine frühe Führung, verzog einmal per Kopf und einmal nach Stanglpass von Moser knapp. Der nächste angeschlagene, Kapitän Baumgartner M., musste nach bereits fünf Minuten die Segeln streichen, für ihn kam mit Varadappar einer der beiden Hobbypoeten der nächsten Runde. Gewohnt defensiv versuchte der ESV dem Gegner das Spiel mehr zu überlassen, um danach im Konter mit den giftigen Außen Hinds und Scheweder J. zuzuschlagen. Diese Strategie sollte sich in der 16. Minute rächen. Nach einem hohen Ball über die Abwehr setzte sich der flinke Abanga auf der rechten Abwehrseite durch, sein Stanglpass wurde noch an die Stange gesetzt, bevor Aldarwish den Abpraller versenken konnte wurde er von Littek regelwidrig umarmt. Elfmeter, Tomek erriet die Ecke hatte aber keine Chance - 1:0. Der ESV verlor in weiterer Folge den Faden. Der spielerisch unterlegene Gegner konnte sich mit simplem Kick & Rush und viel Laufbereitschaft ein Übergewicht erarbeiten. Das 2:0 lag gefühlt nur noch in der Luft. Am nähesten kam dem noch Varadappar, dessen Eigentor per Kopf nach einem Corner stark von Tomek abgewandt werden konnte. Kurz vor der Pause konnte sich der ESV etwas befreien. Nach einer gefälligen Kombination über links zog Scheweder J. ansatzlos aus 20m ab, der bei weitem nicht sichere Schlussmann der Syrer konnte nur nach vorne abprallen lassen, Hinds legte quer auf Tiroch, welcher den Ball aus 3m über das Tor setzte. Halbzeitpfiff, die letzte Aktion gab Hoffnung auf mehr.

    Wer an diesem sonnigen Sonntagnachmittag zu lange für den Weg in die Kantine zum Pausenbier brauchte, bestraften die beiden agierenden Mannschaften sowie Schiedsricher Tomanovic, der nach nur 10 Minuten Pause wieder anpfiff. Der ESV änderte den Matchplan, attackierte die spielerisch unsichere Viererkette des Gegners nun höher, aktiver und früher. Prompt nach dem Anstoß der Gegner eroberte der ESV im Angriffsdrittel den Ball Varadappar legte mustergültig mit einem abgerissenen Schuss auf Moser quer, welcher nur Aluminium traf, Hinds versenkte den Abpraller - 1:1 (47.). Postwendend packten die Syrer einen alten Freistoßtrick aus FIFA 14 aus, Freistoß an der eigenen Mittellinie, langer Ball vorbei an Freund und Feind und leider auch an Tomek, welcher den Kunstrasen etwas dämpfender einschätzte - 2:1 (48.). Der ESV reagierte abgebrühter als noch in Halbzeit eins, wollte unbedingt den Rückstand sofort wettmachen. Linhart fasste sich ein Herz, flankte von rechts ebenfalls über Freund und Feind hinweg, der kleine Goalie des SKV hatte keine Chance - 2:2 (49.), 3 Tore in knappen 180 Sekunden Spielzeit in der zweiten Halbzeit. In weiterer Folge dominierte der ESV das Geschehen. SKV Syrien fand gegen das hohe Pressing der Gäste kaum noch Mittel. Das Spiel glich einer Einbahnstraße, die Ottakringer spielten einen ansprechenden Kombinationsfußball, die Führung konnte nur durch höhere Gewalt verhindert werden. Dachte sich wohl auch Schiedsrichter Tomanovic, der nach einem klaren Foul an Moser Vorteil gab, der sichtlich perplexe Tiroch scheiterte am schnell reagierenden Goalie. Littek bekam nach einem Eckball noch die große Chance auf 3:2 zu stellen, sein gut platzierter Kopfball wurde ebenfalls pariert. Linhart versuchte es erneut von der Seitenauslinie, scheiterte dieses Mal ebenfalls am Torhüter. Die Moral und der Siegeswille war weiterhin groß. In der 85. Minute erlöste Moser die Gäste. Nach einer weiteren schön anzusehenden Kombination über mehrere Stationen wurde Moser freigespielt, dieser zog trocken ins lange Eck ab, keine Chance für den Keeper - 2:3! Der weiterhin spielerisch mangelhafte Gegner packte die Brechstange sowie die Eiskunstlaufschuhe aus. Die Axels der Gastgeber wurden von der Jury in Form des Schiedsrichters als nicht gut genug bewertet, so blieb der Elfmeterpfiff zurecht aus. Für die Perfektion des einfachen Axels in Zukunft empfiehlt die Redaktion den YouTube Channel von EisGoldMarie

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    Der ESV behielt im Nachbarschaftsduell die Oberhand und gewinnt mit 3:2 bei SKV Syrien Union Wien. Mit den weiteren drei hochverdienten Punkten arbeitete man sich auf Platz 5 vor.

    Fazit: Ein weiterer Sieg der Moral! Gegen Ende konnte man wieder das Chancenplus nutzen und strich verdient den nächsten Dreier ein.

    Stimme:
    Valentin Tomek (Torhüter): Ich hoffe der Schmierfink des Spielberichts in dieser Woche ist gnädig mit meiner Leistung heute. Gegen Ende hin war es sehr schwierig für mich, die Sicht wurde schlechter, das Flutlicht half nicht viel.

    SKV Syrien Union Wien - ESV Ottakring 2:3 (1:0)
    Tore: Hinds (47.), Linhart (49.), Moser (85.)
    gelb: Littek, Dera

    Aufstellung ESV Ottakring: Tomek - Linhart (70./Rabmer), Littek, Baumgartner T., Adam - Baumgartner M. (C) (7./Varadappar), Dera - Scheweder J., Tiroch, Hinds (90+2./Reiter) - Moser

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