ESV holt verdient den ersten Saisonsieg

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  • Nach dem quarantänebedingten sportlich wertlosen Saisonauftakt gegen Eurasya war der ESV auswärts beim SC Kopten gierig auf Wiedergutmachung. Durch die immer noch anhaltende Baustelle am Slovan-Platz musste das Heimrecht getauscht werden. Im Vergleich zur Vorwoche kamen Adam, Reiter, Pötsch, Rabmer, Baumgartner T., Varadappar,und Hardwicke aus der Isolation zurück, Dera (Schulterverletzung) hatte seine Blessur auskuriert. Die Marschrichtung war von Beginn an klar: gegen den physisch aggressiv auftretenden SC Kopten muss man von Beginn an körperlich dagegenhalten.



    Der ESV begann mit viel Ballbesitz, hatte diesen jedoch in erster Linie im Mittelfeld und der Vierer-Abwehrkette. Es entstand das erwartete hart und nicht schön anzusehende Duell. Ein flüssiger Spielverlauf wurde von kleinen Fouls und Nicklichkeiten im Mittelfeld immer wieder unterbrochen, Schiedsrichter Lukas Orler ließ viel laufen. Die Ottakringer zeigten sich diszipliniert, der Zug zum Tor und die auf diesem Niveau nötige Konsequenz im letzten Drittel verhinderten jedoch klarere Torchancen der Mannen aus Wien XVI. Im Mittelfeld konnte sich der ESV dank der physischen Überlegenheit von Dera, Baumgartner T. und Varadappar immer öfter durchsetzen, Abschlüsse wurden jedoch konsequent durch riskante Grätschen der mutigen Abwehr des SC Kopten abgeblockt. Der sehr aktive Neuzugang Tiroch wurde so eng wie möglich gedeckt und attackiert und konnte sich nur Halbchancen ohne Torschuss erarbeiten. Auf der Gegenseite verliefen die Angriffe meist über die rechte Abwehrseite des ESV oder über die Solospitze Mina Bastawrous, welcher in der ersten Halbzeit zwei Schüsse abgeben konnte, welche beide von Tormann Tomek bravourös pariert wurden.



    Nach der Pause konnten die Ottakringer die Schlagzahl und den Druck noch weiter erhöhen. Der SC Kopten bekam kaum mehr Zugriff und konnte sich nur mehr mit vielen Fouls behelfen. Der ESV bekam so einige aussichtsreiche Standards in Strafraumnähe. Das fehlende Training zum Einstudieren ebendieser zeigte sich leider bemerkbar, die daraus entstehende Torgefahr war ausbaufähig. 10 Minuten nach der Pause kam der immer agile und freche Moser für Hardwicke. Der ESV nahm noch mehr Risiko, löste die Doppel-6 auf und pushte mit Dera und Varadappar in der offensiven Zentrale noch mehr auf das Tor. Die Angriffe des SC Kopten verpufften in der Zweikampfstärke der Viererkette allen voran an Rabmer, der am meisten beschäftigt wurde. Welz kam 20 Minuten vor Schluss zu seinem Comeback in blau. Der offensiv ausgerichtete Linksverteidiger sollte am Flügel noch mehr Druck erzeugen. Kurz vor Schluss belohnte sich der ESV für die harte Arbeit am Spielfeld. Baumgartner T. stieß offensiv mit vor und erkämpfte einen Corner, führte diesen selbst aus und traf punktgenau den Kopf des am Fünfer sträflich allein gelassenen Tiroch - 0:1 (85.). Tirochs erstes von hoffentlich vielen Pflichtspieltoren in blau. In weiterer Folge wurde der SC Kopten wieder offensiver, was die Räume für den ESV öffnete. Scheweder J. vergab kurz vor Schlusspfiff eine große Konterchance, nachdem er vom Pfiff des Stürmers des SC Kopten irritiert wurde. Schlussendlich schaukelte der ESV das 1:0 über die Zeit und fuhr souverän die ersten Punkte der noch jungen Saison ein.



    Fazit: trotz der noch abgehenden Chemie innerhalb des Teams konnte sich der ESV über die klassischen Tugenden Disziplin und Zweikampfstärke einen Sieg erarbeiten. Die neuen Rabmer, Varadappar, Dera und Tiroch fügten sich ohne Probleme in das System ein und waren mit die stärksten am Platz. Mit nun drei Punkten auf dem Konto konnte sich der ESV auf Platz 9 vorschieben. Blau, Blau, ESV!



    SC Kopten - ESV Ottakring 0:1 (0:0); Tiroch (85.)

    Aufstellung ESV Ottakring: Tomek - Rabmer, Pötsch (c), Reiter, Adam (69., Welz) - Baumgartner T., Dera - Hardwicke (55., Moser), Varadappar (90+3., Steger), Scheweder J. - Tiroch

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