ESV Ottakring Achter beim Westwiener Sommerturnier

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  • Nach einjähriger Abwesenheit nahmen die Ottakringer wieder an dem von den Grasshoppers organisierten Kleinfeldturnier teil. Da man sich mitten in der Sommerpause befindet, ging man nur mit einer Rumpftruppe in das zum elften Mal stattfindende Fußballspektakel. Dennoch erkämpfte man sich als einziges Team ohne Auswechselspieler bei 35 Grad Platz acht.



    In der am Papier schwierigeren Gruppe A mit Grasshoppers Westwien, Penarol Wien, Schweglerkreis, MVC Motors und Krügerl United traf man im ersten Spiel auf Penarol. Mit Unger im Tor, Hardwicke, Steger und Baumgartner T. in der Defensive und Feddern und Linhart in der Offensive startete der ESV engagiert in das Turnier, ging sogar mit einem Tor von Feddern Mitte des Spiels in Führung. Dank einer kompletten zweiten Reihe konnten die Vorarlberger das Tempo gegen Ende des Spiels noch etwas steigern und die Ottakringer gerieten immer mehr unter Druck. Am Ende des Spiels musste man sich leider mit einer 1:2 Niederlage gegen den Tabellenelften der vergangenen Saison geschlagen geben.



    Im darauffolgenden Spiel bekam man es mit MVC Motors zu tun. Bei einer am Kleinfeld eher untypischen chancenarmen Partie trennte man sich 0:0. Nachtrauern sollte man im späteren Turnierverlauf noch der 100%igen von Hardwicke und Baumgartner, bei der der Legionär aus Südafrika den Ball auf „Baumit“ abspielen hätte können, der ihn nur mehr über die Linie drücken hätte müssen. Allerdings schob er aus kurzer Distanz den Ball rechts am Tor vorbei.



    Dadurch ging man mit nur einem Punkt aus zwei Spielen in ein „hop oder drop“-Spiel gegen den Meister und künftigen Oberligisten Grasshoppers. Der ESV stellte für das „ewige Derby“ ein wenig um, tauschte Linhart und Feddern mit Hardwicke und Baumgartner. Der Plan sollte aufgehen, denn in einem engen Match gingen die Ottakringer durch Hardwicke in Führung. Doch in diesem dritten Spiel merkte man wie die Kräfte langsam anfingen nachzulassen. Die Ottakringer Blues konzentrierten sich rein auf die Abwehr. Letztendlich war es Goalie Unger zu verdanken, dass manein zweites Mal Spiel zu Null blieb und den Hausherren die erste Niederlage zufügte.



    Der Gegner der vierten Partie hieß Krügerl United. Der Verein aus Wien Penzing machte bis zu dem Duell mit dem ESV dem Namen alle Ehre, mischten bis dato in der Seidl-Wertung vorne mit. Dies versuchten die immer mehr zu den Minimalisten des Turniers werdenden Ottakringer auszunützen. Man lies den Ball laufen und seinem Gegner kaum eine Chance. Letztendlich war es dann ein Elfmeter, den Baumgartner trotz der heißen Temperaturen eiskalt, nach einem Torraub an Hardwicke, verwandelte. Endstand:1:0.



    Der letzte Gruppengegner hieß Schweglerkreis. Das Halbfinale war aus eigener Kraft nicht mehr zu erreichen – musste man auf einen Punkteverlust Penarols hoffen und selbst einen Sieg gegen die Kärntner einfahren. Trotz immer schwerer werdenden Beinen ging man siegessicher auf den Platz. Durch ein frühes Tor von „Baumi“ direkt nach Anstoß sah es sogar nach dem sicheren dritten Platz in der Gruppe aus – vielleicht sogar Platz zwei. Das Spiel entwickelte sich aus ESV-Sicht immer mehr zu einer Abwehrschlacht. Immer öfter rettete Steger als Fels in der Brandung und auch Panther Unger lies seine Gegenspieler verzweifeln. Leider verpasste es Hardwicke nach einer Flanke von Linhart per Kopf auf 2:0 zu stellen. Ein Freistoß gegen Spielende war es, der all die Hoffnungen auf ein Halbfinale schwinden lies. So verpasste man mit einem 1:1 den Aufstieg in die Zwischenrunde – Spiel um Platz sieben hieß es hingegen.



    Nach einer zweistündigen (!) Pause mussten die fünf Ottakringer noch ein letztes Mal ihren Mann stehen – gegen den Viertplatzierten der Gruppe B – Mühlviertler Granit. Mit mittlerweile völlig leeren Akkus biss man sich am Gegner die Zähne aus, kam kaum zu Chancen und lag schon zur Halbzeit 0:3 hinten. Auch in Hälfte zwei lief man dem Ball nur hinterher und musste sogar die Schlussphase mit einem Mann weniger bestehen, nachdem Linhart die Blaue Karte sah und zum zusehen verdammt wurde. Durch Feddern gelang zwar noch der Ehrentreffer, an der 1:6 Niederlage änderte dies allerdings nichts mehr.



    Schlussendlich wurde es bei einem mehr oder weniger nichtssagenden Turnier Platz acht, nachdem man vor zwei Jahren sogar den Titel holte. Der diesjährige Sieger hieß CWF Amateure 99 vor Penarol Wien und Rotsterne. Dennoch holte ESV Ottakring einen Titel auf Spielerebene, denn Goalie Unger gewann mit seiner wie gewohnt starken Leistung und drei „zu-Null-Spielen“ die Weiße Weste. Feddern holte bei der Gaberl-Challenge mit dem Dreiecksball Platz drei. Laura, eine der OttakUltras Platz 24.



    P.S.: Die Seidl-Wertung ging mit 278,5 Hopfenkaltschalen an den Gastgeber Grasshoppers, der ESV versuchte sich mehr auf die sportliche Leistung zu konzentrieren, als auf die Trinkfreudigkeit und belegte bei dieser Wertung abgeschlagen den zwölften und letzten Platz.


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