Ottakringer schenken Sieg zum Abschied her…

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  • UFK Schwemm – ESV Ottakring 4:2 (0:2)
    Bei sommerlichsten Temperaturen im „kühlen Norden“ von Wien (O – Ton Platzsprecher) trifft am letzten Spieltag der Saison der ESV Ottakring auf die Sportfreunde von Schwemm, die nicht nur formal sondern auch (Kantinen)stimmungsmäßig ein Heimspiel austragen.
    Zum Abschiedsspiel von Kerem Yücel müssen die Ottakringer wieder einmal ihre Aufstellung adaptieren und diese Woche auch auf den verlässlichsten Spieler der Truppe, Thomas Baumgartner, verzichten. Ansonsten kehrt Littek in das Team zurück und bildet mit Reiter die stabile Innenverteidigung. Auf den Flügeln sind wieder die flinken Hemming und Scheweder J. am Werk und ein letztes Mal zaubert Yücel als 10er im Zentrum der Kampfmannschaft.

    Die Ottakringer starten souverän ins Spiel, gewinnen in der Verteidigung nahezu jeden Zweikampf und lassen dementsprechend praktisch keinen Schuss auf das Tor von Unger zu – dies ist der souveränen Abwehr(leistung) zu verdanken, die auch ganz vorne mit dem wie immer groß kämpfenden Wallenko schon wunderbar funktioniert. Im Ballbesitz agiert der ESV sehr sicher, diesmal sieht man wenige unpräzise Abspiele – und wenn passieren sie in Gegenden des Spielfelds, wo sie nicht zu Konterstössen der Heimmannschaft führen. Das gepflegtere Spiel zeigen in der ersten Halbzeit eindeutig die Ottakringer, die durch einen schönen Konter über Scheweder J. und einem trockenen, festen Abschluss von Yücel in Führung gehen (8. Minute). Schon einige Male hat man dieses wichtige, schnelle Führungstor von den Ottakringern gesehen – so etwa allein im Frühling gegen Galatasaray, Penarol, WBC, Post oder auch Eurasya. Nicht jedes dieser Spiele konnte bekanntermaßen aber auch gewonnen werden. Die Hoffnung war jedoch groß, als Yücel mit einem Schuss aus spitzem Winkel nach einer halben Stunde auf 2:0 stellte. Insgesamt eine tolle Leistung des Spielmachers zu seinem Abschied. Die Ottakringer waren souverän in Ballbesitz und hätten – etwa durch Hemming – dann auch noch erhöhen können.
    Nach einer kalten Kopfdusche zur Erfrischung in der Halbzeitpause ging es in die letzte Halbzeit der Saison.

    Weiterhin standen die Ottakringer sehr sicher. Nach 60 – 65 Minuten wendete sich das Blatt jedoch, die „Schwemmer“ kamen immer gefährlicher vor Unger’s Kasten und so war dieser 15 Minuten vor Spielende zum ersten Mal geschlagen – Torschütze Goller. Die Ottakringer nun etwas in Schockstarre, nach dem Anstoß ein unkonzentriertes Herausspielen und so waren die Heimischen gleich neuerlich erfolgreich – 2:2. Dem nicht genug konnten sie mit dem folgenden Angriff sogar mit 3:2 in Führung gehen, die Ottakringer Herrlichkeit war ruckartig zerstört. Nun musste man – wie auch schon so oft in der Saison – einem Rückstand nachlaufen. Etwa 2-3 Halbchancen waren noch vorhanden, konnten jedoch nicht verwertet werden und so passte es ins Bild der unglücklichen Ottakringer Saison, dass das letzte Tor der Partie durch ein unglückliches Eigentor (des tadellosen Littek) fallen musste – Endstand 2:4. Nachdem in den letzten 25 Minuten die Heimmannschaft klar überlegen war, war es ein zwar verdienter Sieg, aber aufgrund der ambitionierten Leistung der ersten 60 Minuten sehr ärgerlich und unnötig aus Ottakringer Sicht.

    Fazit:
    Dieses Spiel war ein wenig die Kurzgeschichte dieser Saison 2018/2019 – immer wieder gab es gute Aktionen und Ballstaffetten durch die Ottakringer und hoffnungsvolle Phasen, aber zum Ende der Partie stand man dann doch mit „zu wenig in der Hand“ da. Was gegenüber Gegnern wie etwa Schwemm – oder auch genügend anderen in deren Tabellenregion – fehlt(e) ist bestimmt nicht das fussballerische Talent, das bei den Ottakringer vollkommen vorhanden ist! Technisch war man dem Gegner mindestens ebenbürtig! Es fehlt(e) viel mehr an der Cleverness und am Kampf und dem unbedingten Willen das Spiel bei einer Führung „nachhause zu bringen“ – Dinge, die man allerdings wesentlich schneller lernen kann als das kicken, das die Ottakringer wie gesagt sehr beherrschen! Insofern besteht große Hoffnung auf eine deutlich erfolgreichere Saison 2019/2020!

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